Kiezväter (9): Sebastian mit Willi

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Was Väter durch den Kiez treibt. Heute: Sebastian mit Willi in Berlin-Kreuzberg – zwischen Wrangelkiez und O2 World.

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Falls Du diese Bildunterschrift liest, Sebastian: Sorry, die Unschärfe ist nicht Dein Fehler.

Das da oben sind Sebastian (36, hinten) und Willi (drei Monate, vorne). Sebastian ist Einkäufer für „Fashion“, wie er sagt, und gemeinsam mit Frau und Kind wohnt er am Neuköllner Maybachufer. An einem Samstag treffe ich Sebastian und Willi, erst ohne dessen Mama – aber nicht irgendwo zwischen Landwehrkanal und Hermannplatz, sondern auf dem Hof des Zalando-Outlets in der Köpenicker Straße in Berlin-Kreuzberg.

Sebastian, zwei Männer alleine vor einem Modegeschäft – Ihr wartet auf Willis Mama, stimmt’s?

Ich warte auf meine Frau, ja. An Wochenenden verbringen wir viel Zeit gemeinsam, weil ich unter der Woche viel unterwegs bin beruflich und sie gerade Elternzeit hat.

Wie habt Ihr die Elternzeit unter Euch aufgeteilt?

Klassisch. Insgesamt 14 Monate, sie 12, ich nehme im April einen Monat, da verreisen wir, und im August nochmal, wenn Willi in die KiTa muss.

Einen Platz habt Ihr schon?

Ja, in Neukölln, unten im Haus. Die mussten bei uns in den Keller um etwas einzubauen, im Gegenzug kriegten wir einen Platz! Vorher war da ein Zahnarzt.

Und wohin reist Ihr mit Willi vorher noch?

Wir machen einen Monat Südafrika. Fliegen nach Kapstadt, mieten uns dort ein Auto und fahren los. Wir wollten mal weg, und dort hast du keine Zeitumstellung, bist aber trotzdem am anderen Ende der Welt.

Dürfte warm werden.

Dann ist dort Herbst.

Die erste Reise mit Kind?

Ja. Wir machen vorher noch einen Testflug nach Amsterdam, Freunde besuchen. Mal gucken, wie das klappt. Habe nur etwas Schiss, dass er den ganzen Flug über schreit. Bis nach Kapstadt sind es 15 Stunden.

Klingt soweit optimistisch. Gab es denn vor der Geburt bestimmte Sorgen, die Dich umtrieben?

Es ist ein Wunschkind, und eigentlich hatten wir nie große Sorgen. Manchmal dachte ich aber schon, dass sich das Leben wahrscheinlich wirklich komplett ändert. Dass du alles vergessen kannst, was du vorher gemacht hast. Ist auch so, aber ist trotzdem geil. Wir haben viele Freunde, die ebenfalls Kinder haben, und alle haben es fabelhaft gemeistert. Die einzige wirkliche Sorge war also, dass am Kind allet dran is, dass es gesund ist.

Was vermisst Du von früher dennoch am meisten?

Ich vermisse es, einfach mal rauszugehen und irgendwann nachts vollkommen betrunken nach Hause zu kommen!

Und vor allen Dingen: ausschlafen können am nächsten Morgen.

Na, das geht bisher!

Gibt es einen konkrete Aktion, auf die Du Dich mit Deinem Sohn besonders freust, sie das erste Mal zu tun?

Ich glaube, das erste Mal richtig cool wird sein, mit ihm ins Meer baden gehen zu können.  In Kapstadt wird es dafür etwas zu kalt sein, aber cooler wird das eh, wenn er richtig laufen und Turnschuhe anziehen kann.

Verrate mir doch mal einen besonders doofen Tipp, den Ihr Euch während der Schwangerschaft oder jetzt anhören musstet.

Ähm… Es gibt immer gut gemeinte Ratschläge von den Eltern, aber die muss man meist nicht anwenden, weil die ein bisschen altbacken waren. Die sind schon etwas älter, in den letzten 30 Jahren hat sich doch einiges geändert.

Was waren das konkret für Tipps?

(Sebastians Frau, mittlerweile zurückgekehrt, antwortet) Wir sollten den Schnuller in Wodka tauchen, das beruhigt schließlich das Kind.

Und war hoffentlich wirklich nur ein Scherz, oder?

(beide schütteln wortlos den Kopf)

Okay…

Ansonsten machen wir einfach, und wenn er was hat, meldet er sich eh.

Lest Ihr viel übers Elternwerden und -Sein? Magazine oder im Netz?

Ick les ab und zu mal Nido. Ansonsten nichts wirklich. Ab und zu mal so’n Blog namens „Daddylicious“, da gibt’s immer wieder mal ganz lustige Dinge wie umgebaute Kinderwagen. Annika aber liest mehr.

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