Snippet: Soviel kostet ein Krippenplatz in der Schweiz

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Als Elternteil arbeiten gehen und die Kinder in eine Kita bringen? In der Schweiz könnte man sich beides sparen – zumindest unter finanziellen Aspekten.

Folgendes Foto erreichte mich neulich per What’s App: Es stammt von meinem alten Freund Daniel, der seit Jahren mit seiner Frau in Zürich lebt und dort zwei Söhne unterhält. Natürlich sind es auch die Kinder, die ihre Eltern unterhalten sollten. Im Falle der Schweizer Krippenplatzgebühren aber käme ich kaum umhin, den Nachwuchs zuerst als Kostenpunkt und Luxusanschaffung zu betrachten:

Elternbeitrag-Zuerich-Schweiz-2015

27998,55 Schweizer Franken entsprechen ungefähr 25.485 Euro. Die Gegenleistung ist überschaubar: Daniels Söhne werden für diese Summe 3 Tage pro Woche in der Krippe betreut, jeweils von 8 Uhr bis 18 Uhr. In eben dieser Zeit geht Daniels Frau arbeiten. Mit ihrer 60-Prozent-Stelle verdient sie ungefähr genau die Summe, die sie für die Betreuung an die Krippe zahlen müssen. Ihr Gehalt geht somit 1:1 weiter. Heißt: Aus rein wirtschaftlichen Gründen (um die es ja nicht allein geht) könnten die Jungs und ihre Mutter auch zuhause bleiben.

Daniel schrieb mir hinterher: „Der Fairness halber muss ich sagen, dass wir auch nur 8 % Steuern zahlen!“ Und beide verdienen natürlich absolut gesehen deutlich mehr Geld als sie es in Deutschland täten.

Zum Vergleich: Für Kid As erste zwei Jahre in der Krippe zahlen wir hier in Berlin rund 140 Euro im Monat, die sich nach unserem gemeinsamen Einkommen berechnen. Sobald unser Sohn drei Jahre alt ist, zahlen wir gar nichts mehr für ihn. Von 2018 sollen sogar Krippenplätze gebührenfrei werden. Einen Rechtsanspruch auf einen Halbtagsplatz in einer Kindertagesstätte oder „einer vergleichbaren Einrichtung“ (Horte, Tagesmütter), den wir hätten geltend machen können, haben Kinder hier ab einem Jahr bis zum Schuleintritt.

Man will fast rufen, dass in Deutschland und seiner Familienpolitik doch nicht alles schlecht ist. Aber eben: Es geht beim Kinderkriegen und -Umsorgen schließlich nicht um Ökonomie allein.

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