Nur ein Pädophilen-Witz von Jimmy Carr

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Gut, der folgende Witz stammt eigentlich aus dem Publikum, das bei Jimmy Carrs Show in London anwesend war, die nun wiederum auf Netflix nachzusehen ist.

(Screenshot / Netflix)

Timing und blöde Blicke kann er auch: Jimmy Carr (Screenshot / Netflix)

Angeblich gibt es ja Themen und Randgruppen, über die man keine Witze machen darf. Wer das glaubt, sollte sich niemals einen Auftritt von Jimmy Carr anschauen: „Sein akkurates Äußeres ist nur Schein“, kündigte mir meine Frau den Humor des britischen Stand-Up-Comedians an, den ich nicht kannte, bis wir einen Show-Mitschnitt unter dem Namen „Jimmy Carr: Funny Business“ auf Netflix sahen. Sie sollte, wie immer, Recht behalten.

Dreiteiler, Einstecktuch, geföntes Haar, keine Krawatte – Carr sieht aus wie ein Banker, der nach Feierabend ins Theater will. Dass dieser Eindruck aber täuscht, weiß man, sobald der Typ den Mund aufmacht. Ich spare mir hier Beispiele, nur soviel: Würde Carr seine Mitmenschen auf der Straße so beleidigen, wie er sein Publikum beleidigt, wäre ihm eine blutige Nase sicher. Was er auf der Bühne vermeintlich Diskrimierendes sagt, müsste sofort Menschenrechtsbeauftragte, Feministinnen und Feministen, die LGBT-Community und den Staatsschutz auf den Plan rufen. Wenn es nicht so verdammt unterhaltsame Satire wäre.

Seine Art von Humor erklärt Jimmy Carr wie folgt: „Was falsch, verboten oder nach Tabu klingt, findet ein Teil von mir lustig. Das Lachen muss dir im Halse stecken bleiben. Wenn ich zum Beispiel über den Sex mit einer Frau spreche, sage ich nicht, dass sie ‚aroused‘ war. Das ist langweilige Sprache. Wenn ich aber sage, dass sie feuchter als das Kinn eines Spastikers war…“ Oh, pardon, das war ja doch ein Beispiel.

An einer anderen Stelle der einstündigen Live-Show-Aufnahme aus dem Jahr 2015 im Londoner Hammersmith Apollo liest Jimmy Carr SMS vor, die ihm die zahlenden Besucher vorher schicken sollten. Kein Wunder, dass die Absender sich ins Zeug legten, Carrs Humor in nichts nachzustehen. So kam es auch zu dem folgenden Witz, in dem es, nun ja, auch um Kinder geht:

(Screenshot / Netflix)

(Screenshot / Netflix)


(Screenshot / Netflix)

(Screenshot / Netflix)

Dem Vorlesen dieser und anderer SMS ließ Carr seine, wie er sie selber nennt, Möwenlache folgen. „Ich lache beim Einatmen“, erklärt er den befremdlichen Sound und damit einen seiner offensichtlichen Gegenangriffspunkte. Witze darüber dürften einem wie ihm natürlich nicht weh tun.

Jimmy Carr kommt übrigens auf Deutschland-Tour: Am 28. September 2016 tritt er im Konzertsaal der UdK in Berlin auf, am 29. September im Freiheiz in München.

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One Comment

  1. Über den Witz können wahrscheinlich alle lachen, ausser die, deren Kind von Pädophilie betroffen ist.

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