Judith Holofernes singt fast Kinderlieder

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Von Müttern und Mädchen: Judith Holofernes bringt am 7. Februar 2014 ihr erstes Soloalbum heraus. Und das klingt ein bisschen so, wie dieses Foto hier aussieht.

Von Müttern und Mädchen: Judith Holofernes bringt am 7. Februar 2014 ihr erstes Soloalbum heraus. Und das klingt ein bisschen so, wie dieses Foto hier aussieht.

Judith Holofernes bringt in ein paar Tagen ihr erstes Soloalbum heraus. Ihre aus Funk und Fernsehen bekannte Band Wir sind Helden liegt gerade auf Eis, und hinter dem sperrigen Titel „Ein leichtes Schwert“ verbergen sich nun nicht etwa mittelalterliche Sagen, „He-Man“-Huldigungen oder schnoddrig-pointierter Deutschpop unter anderem Namen, sondern elf Songs, die streckenweise mühelos als Kinderlieder durchgehen könnten. Lautmalerisch, herzlich und nah am Kitsch besingt Holofernes, die mit Helden-Drummer und Ehemann Pola Roy in Berlin-Kreuzberg lebt, mutmaßlich eben jenen Eltern-Lifestyle in all seinen Facetten. „Diddl-mausig“ nennt das ein Kollege im Büro und schiebt hinterher, dass er „Ein leichtes Schwert“ trotzdem mag, ich möchte das mal (fast) so stehen lassen.

Im aktuellen Musikexpress spricht die Mutter zweier Kinder und Songschreiberin von Liedern namens „Opossum“, „MILF“ (!) und „Hasenherz“ ausführlich über Niedlichkeitsvorwürfe, nie besungene Realitäten, Bandpausen und erklärt, woher all das kommt und wohin sie damit will. Zur Veranschaulichung der Stoßrichtung von „Ein leichtes Schwert“ aber hilft am ehesten das, was schon bei Wir sind Helden als gern genommene Markierung der Spielfläche herhielt: fröhliches Zitate-Dropping.

13 niedliche Textzeilen auf Judith Holofernes‘ „Ein leichtes Schwert“:

  • „Ich gehe spazieren auf allen Vieren“
  • „Ich träume von meiner Müßiggäng und unser Gruß geht Räggerängdängdäng
  • „Streichel einmal Deine Wampe und sage „danke ich hab schon““
  • „Wir liegen in der Hängematte, und wir winken mit der Morgenlatte“
  • „Haben Sie noch einen Wunsch? Ja, Punsch! Kann ich noch was für Sie tun? Ja, Huhn!“
  • „Oh-Oh-Oh, Opossum! Possierliches Opossum! Opossum, Opossum, Beutelratte, liegst ermattet auf der Matte!“
  • „Weißt Du ich mag Deinen Musikgeschmack, you’re like a mixtape I would like to fuck“
  • „Was soll’s in dieser Stellung, sind wir beide Missionare?“
  • „Ich seh‘ Dein Hasenherz schlägt bis zum Hals und nasenwärts. Sag schlägt Dein Hasenherz seine Haken nur zum Scherz?“
  • „Spatz da, ist noch Platz da, Platz da, Platz da, Platz da“
  • „Du warst ‚ne wilde Hummel, heute machst Du nur Brummel Brummel. Jetzt machst Du auf flotte Biene, und fährst mehr die Bienenschiene!“
  • „lieb lieb lieb lieb lieb und Du machst piep piep piep piep piep“
  • „James Cameron, zieh‘ Du doch nach Amrum, und schraub‘ an ‚nem Damm rum, oder schau‘ dabei zu. Roland Emmerich, wenn dann dieser Damm bricht, und Du findest den Schwamm nicht, lass‘ laufen auch Du…“

Video: Judith Holofernes – „Ein leichtes Schwert“

Video: Judith Holofernes – „Liebe Teil 2 – Jetzt erst recht“

Video: Judith Holofernes – „Nichtsnutz“

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3 Comments

  1. Ich gehöre auch eher zur Fraktion derer, denen das doch ein wenig zu „diddl-mäßig“ ist. Aber (!): den Song „Ein leichtes Schwert“ mag ich. Sehr gefällig, sowas hört man (höre ich?) selten in letzter Zeit. :-)

  2. Ich finde es unmöglich, Inhalte des Albums einfach aus der Luft zu greifen, nur weil in zwei Liedern die „Kinder“ vorkommen.
    Ich hätte ja mal gerne eine Erläuterung, in welchen Liedern die „Facetten des Kreuzberger Elterndaseins“ besungen werden…

  3. Hübsche Liedzeilen 😉 Ein leichtes Schwert ist echt ein hübscher Song.

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