Im Neuköllner Elterncafé „Le Johann Rose“

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Das Johann Rose von außen...

Das „Le Johann Rose“ von außen…

Arm an Cafés ist Nord-Neukölln nicht. Es gibt „Vintage Coffee“-Läden, Eisdielen, türkische Bäckereien und ehemalige Eckkneipen. In den letzten vier Jahren habe ich allein in unserer Straße mindestens ein halbes Dutzend Neueröffnungen kommen und gehen sehen. Was aber selbst in einem derart, äh, aufstrebenden Kiez noch fehlt: Elterncafés mit Spiel-, Still- und Wickelecke. Das „Le Johann Rose“ bildet da eine recht schöne Ausnahme.

An der einst schäbigen Ecke Pflügerstraße / Pannierstraße in einer vermutlich, na klar, ehemaligen Eckkneipe gelegen, profitiert das französisch geführte „Le Johann Rose“ schon von seiner nun zentralen Lage mitten im Reuterkiez zwischen Kindergarten, Spielplatz, Landwehrkanal und Wesermeile. Rundherum sonst ein indisches Restaurant, ein anderes Restaurant namens „La Musica“, dessen auf Tafeln beworbene Spielecke man lieber gar nicht sehen will, ein Späti, eine Backstube und eine Bushaltestelle, stimmt auf den ersten Blick auch das Interieur des schon durch seine großen Fenster und helle Grundoptik einladenden Cafés. Möbiliar (bunt versammelter und abgewetzter Omachic, teilweise Puppenhaus-Kitsch) und Spielecke (Ikea-Zeugs) könnten und müssten sauberer und reparierter sein, aber wie gesagt, andere Cafés haben gar nichts. Und am wichtigsten: Die Kinder können laut sein und die Mütter ihre Babys stillen, ohne dass wer komisch guckt.

... und von innen.

… und von innen.

Auf der Karte stehen unter anderem täglich wechselnde Kuchen, Suppen, Salate, Gnocchi, Nudelgerichte (auch als Kinderteller) und Flammkuchen, im Frühjahr und Sommer wird eine Fensterfront zur Eisdiele umfunktioniert. Die Auswahl an heißen und kalten Getränken ist groß, an der Bar gibt es außerdem Babybrei in Gläschen sowie französische Süßigkeiten. Alkohol von Fassbier bis zu offenen Weinen gibt es auch, so dass die Öffnungszeiten bis 22 Uhr voll ausgeschöpft werden könnten – bei noch kleinen Babys wie unserem zumindest vom Vater, der naturgemäß nicht stillen muss und deshalb sein Kind auch nicht allein nach Hause trägt. Am Wochenende wird das Café von Müttern, Vätern, Kleinkindern und teilweise deren Besuch bevölkert, unter der Woche, so berichtete mir meine Frau, seien ab mittags überwiegend Mütter mit ihren Kindern anzutreffen. Im „Le Johann Rose“, zumindest vorne, kann man aber auch gut und gerne ohne Baby oder Kleinkind Kaffee trinken und Zeitung lesen – obwohl es zumindest dafür in Neukölln ja schon jetzt mehr als genug Alternativen gäbe.

Und demnächst gehen wir mal in dieses „Tagesbrot“ in der Dieffenbachstraße. „Drüben in Kreuzberg“, wie unser Hausmeister sagen würde.

Die Spielecke im "Le Johann Rose". Gut, immerhin glotzt einen niemand beim Stillen an.

Die Spielecke im „Le Johann Rose“. Gut, immerhin glotzt einen niemand beim Stillen an.

Café Bar Bistro „Le Johann Rose“, Pannierstraße 41, 12047 Berlin

www.johannrose.de

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3 Comments

  1. Pingback:Kiezväter (11): Marcus mit Tibo - New Kid And The Blog

  2. Pingback:Die 10 besten Elterncafés in Neukölln und Kreuzberg - New Kid And The Blog

  3. Hallo!
    Das ist sicher n tolles Café, aber anscheinend dauerhaft geschlossen. Waren statt dessen im Café Blume – auch für Kind und Kegel!

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