Ich habe (nur) zwei Wochen versucht, die Nächte meiner stillenden Frau durchzumachen

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Fundstück auf meinem Smartphone aus dem November 2016: Protokoll des fast normalen Schlafmangels von Eltern zweier Kinder – wenn eines davon noch ein Stillbaby und erkältet ist. #thisishardcore

Elternteil von Babys und Kleinkindern, tags und nachts (Symbolbild, via imgur)

Elternteil von Babys und Kleinkindern, tags und nachts (Symbolbild, via imgur)

Lasst Euch von Bekannten und Magazinen nichts vormachen: Elternsein kann die Hölle sein. Bei uns, dem vermeintlich „tollen Elternpaar“ (O-Ton aus dem Umfeld), das in Wahrheit wie alle anderen aber gefühlt scheitert, dominiert seit der Geburt von Kid B ein Dämmerzustand wie im Fegefeuer. Windeln wechseln, Geschrei aushalten, gröbste Stürze vermeiden, dazwischen klägliche Versuche von Erziehung. Vor allem aber: schlaflose Nächte und zombiemäßige Tage. In den Stillmonaten ganz besonders bei meiner Frau.

In den härtesten Phasen des ersten Lebensjahres von Kid B, der mittlerweile 17 Monate alt ist, sahen unsere Nächte so aus: Bevor wir dutzende andere Schlafkonstellationen ausprobierten (und weiterhin ausprobieren), lag ich mit Kid A im Kinderzimmer, während meine Frau Action im Schlafzimmer hatte: Das Viech schlief nicht ein, dann doch, dann wieder nicht, war unruhig, also: stillen stillen stillen. Schnuller rein, Schnuller raus. Aufstehen. Schunkeln. Leise singen. Hinlegen. Schlafen. Aufwachen. Vadder kommt und kann nicht helfen. Also wieder stillen stillen stillen. Schnuller rein, Schnuller raus, alles von vorne, und so weiter und so fort. Bis irgendwann die Sonne aufging.

Entsprechend fertig und genervt war besonders meine Frau in dieser Phase, entsprechend angespannt die Stimmung. Ich mache zwar dies und das und jenes, aber ich könne ja wenigstens nachts schlafen und „darf“ auf der Arbeit etwas anderes als nur Kinderwahn erleben, so der Vorwurf, der leider auch der Wahrheit entspricht. Ich verstehe sie, behauptete und behaupte ich oft. Aber tue ich das wirklich?

Und so kam es seinerzeit zur Eskalation: „Pass auf!“, forderte meine Frau mit einer mutmaßlichen Endgültigkeit in ihren Augen, die ich nur wegen unserer Augenringe nicht sehen, dafür spüren konnte: „Ab heute stellst Du Dir den Wecker auf zweistündlichen Alarm. Dann bleibst Du 10-15 Minuten aufrecht sitzen. Um 6 Uhr stehst Du auf und gibst Gas. Das machst Du jetzt mal ‚nur‘ zwei Wochen lang. Wenn Du dann immer noch so dreist behauptest, dass Du mich verstanden hast… Machst du es bitte?“

Irgendetwas sagte mir: Das Argument, dass es doch keinem helfe, wenn beide völlig durch sind, bringst du jetzt lieber nicht nochmal. Ich legte lieber los.

Hier das Protokoll dieser Nächte. Damit keiner sagen kann, er oder sie wäre nicht gewarnt worden. Und als ultimative Einschlafhilfe.

20.11.2016 – Nacht 1:

22:11 Uhr: Vibrationsalarm auf alle zwei Stunden gestellt. Kid A soll ja nicht wach werden. Geht mir so, wie wenn man seinen Wecker auf ganz früh morgens stellt: Man kann eh nicht einschlafen, weil man weiß, dass man bald wieder raus muss. So war das jedenfalls früher, ohne Kinder. Jetzt kann ich aber auch so nicht einschlafen, weil das Baby nebenan im Stundentakt wach wird.

23:20 Uhr: Vibration ging nicht an, falsch eingestellt. Wache trotzdem um 23:15 Uhr auf und habe vorher vielleicht eine halbe Stunde gedöst. Setze mich hin, schreibe meiner Frau, dass ich wach bin, beantworte noch ein paar „WhatsApp“-Nachrichten und checke Facebook. Toilettengang (was meine Frau auch nicht kann, jede Bewegung weckt das Baby). Lege mich nach zehn Minuten wieder hin.

23:40 Uhr: Kid B wach. Schreibe meiner Frau, dass wir tauschen könnten, weil er zuletzt neben mir allein gefühlt etwas ruhiger schlief. Sie antwortet nicht. Stillt im Wachkoma.

1:20 Uhr: Vibration funktioniert jetzt, ohne Ton. Handy liegt unterm Kopfkissen und ich versuche mich nicht weiter um dessen Bestrahlung zu kümmern, sonst liegt es ja auch nur einen halben Meter in Griffnähe weg. Setze mich auf, stütze mich mit Hand ab, schreibe meiner Frau, dass ich wach bin (sie hat ihren Ton eh aus und liest das erst morgen früh) und checke Facebook. Nach zwölf Minuten lege ich mich wieder hin.

3:20 Uhr: Wecker geht wieder an, wegen einem im Schlaf rotierenden und turnenden Kid A war ich aber eh mehrfach wach in der Zwischenzeit. Melde mich bei meiner Frau als wach, halb sitze und halb liege ich und checke Facebook. 11 Minuten später lege ich mich hin.

5:20 Uhr: Das war dann wohl die Nacht. Um 5:45 Uhr („Hallo Hitler!“) wird Kid B endgültig wach, nehme ihn meiner Frau ab, die mir ein wütendes „Ich hoffe, Du hast es durchgezogen, von jetzt an aber bitte stündlich, so wie ich diese Nacht mal wieder!“ als Morgengruß mit auf den Weg gibt. Kid B schläft im Arm leider nicht wieder ein, Kid A wacht dafür vom frühen Besuch auf und fragt als erstes, was er vorher schon im Schlaf träumend vor sich her sprach: „Mein Muffin ist weg!?“

6:00 Uhr: Bin mit beiden wach und versuche sie immerhin so ruhig zu halten, dass meine Frau trotz dünner Wände noch ein wenig schlafen kann, gestillt wurde das Baby ja vorhin noch. Traue mich später aber kaum zu fragen, ob das geklappt hat. Wie jeden Morgen. Wickeln, anziehen, Frühstück (Kürbis-, Banane- und Birneangebot für Kid B, Leberwurstbrot für Kid A, Kaffee für mich). „Feuerwehrmann Sam“ lesen. Um 7:15 Uhr ist Kid B schon wieder durch und muss in die Trage (früher Tuch, heute Manduca). Kid A wie immer nicht amüsiert, aber halbwegs kooperativ im Stillsein.

8:00 Uhr: Kid A, zur Zeit des hier protokollierten Experiments drei Jahre alt, ist beim Lesen seiner Bilderbücher eingeschlafen. Alleine, einfach so. Ist seit Jahren nicht mehr passiert. Der Arme muss immer noch krank sein.

Achso, Fazit der ersten Nacht: Kam mir halbwegs okay vor, ich war morgens zumindest nicht müder oder wacher als am Ende der anderen Nächte auch. Kriege ich hin, denke ich – wie ein Marathonläufer nach Kilometer 2.

Tag und Nacht 2:

Zuhause geblieben, weil Kid A krank. Im Büro merke ich die Müdigkeit kaum, nur bei Meetings. Heute trifft mich mein toter Punkt nachmittags um 15 Uhr beim Vorlesen von „Benjamin Blümchen“. Meine Frau ermahnt mich nochmal, ich müsste wirklich stündlich nachts wach sein über Monate, ich wisse einfach wirklich nicht wie das ist, und dass jede Aggression mir gegenüber dadurch mehr als gerechtfertigt sei. Sage, dass ich dann schon neben ihr liegen müsse und sie mich immer wecken, wenn sie wach ist. Schon aus Platzgründen – da liegen ja noch andere – geht das nicht. Oder?

23:30 Uhr: Liege im Familienbett. Kid A schläft seit 19:30 Uhr, Kid B seit kurz vorher, aber wird alle 15 Minuten wach. Diesmal schaffe ich, was nachts sonst nur seine Mutter schafft: ihn zu beruhigen.

01:30 Uhr: Kein Wecker nötig, der Kleine liegt ja da. Zwei Stunden, ha! Doof: Handy-Display ist zu hell. Kid A liegt umgekehrt im Bett. Lehne halbliegend an der Wand während meine Frau stillt. Kein Wort nötig. Er schluckt und gluckst, sie blickt aufs Handy, kann Augen kaum auf halten. Das ging nebenan irgendwie leichter! Also Augen zu. 1:45 Uhr ist Kid B bis auf Weiteres fertig, liegt wieder neben mir, der gepuckte Zombie. Es folgen: Husten, Schleim, Drehungen und Pirouetten. Träume zwischendurch von Ferien und Wohnungskauf an einem Badeseestrand.

4:38 Uhr: Meine Frau stupst mich an, „ich sitze hier schon seit einer Viertelstunde“. Das hatte ich nicht gemerkt, träumte von Autofahrten durch Deutschland und Taxifahrten durch Berlin. Lege mich fünf Minuten später wieder hin.

5:31 Uhr: Kid B jammert, dreht sich und lässt sich selbst durch seinen Schnuller nicht mehr beruhigen. Kid A klettert im Halbschlaf auf mich drauf. Hier ist mindestens einer zu viel im Bett! Stehen auf, einer knallt einen Megakack in seine Windel – wohl der Grund der Unruhe. Die Nacht ist vorbei. Einen schnellen Kaffee und einmal wickeln später, gegen…

6:15 Uhr… ist Kid B müde und muss in die Trage zum schlafen. Hatte ja ‚ne harte Nacht, der Arme! Immerhin schlafen die zwei anderen noch ein bisschen, denke ich. Hoffentlich.

Am Arbeitstag bevorstehend: drei Meetings. In Teilzeit innerhalb der Elternzeit. Wer soll da arbeiten? Und wach bleiben?

Habe gefragt, ob ich ein Stillen verpennt habe oder ob es heute Nacht relativ ruhig war. „War ok“, sagte sie. Muss wohl meine beruhigende Art gewesen sein, die da wirkte bei Kid B. Die, die beim Zubettbringversuch nicht anschlagen will. Noch nicht.

Nacht 3:

23:23 Uhr: Bett. Vorher berechneten wir den Preis eines Hauses, das wir am Ende nicht gekauft haben würden. Wieder alle im gleichen Schlafzimmer, weil Kid A und Kid B krank sind und zu Mama wollen.

1:46 Uhr: Von Kid B wach geworden. Gehe pinkeln. Ohne zu spülen, versteht sich, um niemanden zu wecken. Normal. Meine Frau klagt über Beinschmerzen, sie könne gar nicht schlafen davon. Hole leichte Schmerzmittel, die angeblich auch beim Stillen klargehen. Irgendwas ist ja immer.

1:58 Uhr: Er schläft nach Stillen wieder. Wälzen, jammern, Schnuller rein, raus, Husten. Nehme ihn aufrecht wegen Schleim, er wird wach. Drückt er? Auf zum Wickeltisch. Nichts drin. Oh, doch! Und in der neuen Windel auch wieder! So. Müde, ich? Schunkle Kid B auf Arm, singe und summe meine Standards. Er quält sich wie ein Fisch im Netz, bei „74/75“ von The Connells gibt er nach oder auf. Setze mich mit ihm ins Bett und lege ihn fünf Minuten später weg. Um 2:43 Uhr. Das waren aber lange zehn Minuten!

3:00 Uhr: Jetzt kann ich nicht schlafen. Wenigstens jammere ich nicht laut darüber oder mache mir in die Hose. Danke, Facebook.

5:02 Uhr: ES dreht sich. Stillen, hinlegen, weiter wach. Schön, stehe ich wieder auf. ES pupst. Hat er was mit dem Magen? Windel wechseln, Fehlalarm. Na, wieder sanft einschunkeln, Furzi? Keine Chance, er wehrt sich mit Armen, Beinen, Rücken und Stimme. Bin nun genervt und sage ihm das, er lacht kurz auf. Erwische mich zudem erstmals beim neidvollen und egoistischen Gedanken, dass meine Frau ja weiterschlafen könne. Verwerfe ihn fix wieder. Nach einigem Hin und Her schließe ich endgültig mit meiner Nachtruhe ab und nehme ihn in die Trage. Zehn Minuten später, um mittlerweile 5:50 Uhr, ist er darin eingeschlafen. Ich stehe in der dunklen Wohnung, alle anderen liegen so halb. Es ist eben wirklich so: Mit zwei Kindern ist mindestens ein Familienmitglied immer wach.

6:07 Uhr: Puh. Liegen auf Matratze im Kinderzimmer. Mal gucken wie lange beziehungsweise kurz. Schnell die Augen zu. Normalerweise wacht Kid A um die Zeit auf. Hell No.

19 Minuten.

Meine Frau kommt mit Kid A rüber, lege mich auf ihr Angebot hin nochmal hin. (Edit: Sie wurde davor schon eine halbe Stunde voll gequatscht, während der Absender das Bett vollpinkelte. Nein, ich war das nicht!) Kann nicht einschlafen. Wegen der Geräuschkulisse und schlechtem Gewissen, dass sie jetzt schon beide Kinder hat. Aber die habe ich ja sonst jeden Morgen, weil ich dafür nachts halbwegs schlafen konnte ;-).

Nacht 4:

22:40 Uhr: Hallo Familienbett: Mutter, Vater, Baby darin, Kleinkind in Bett daneben. Werde nicht wie geplant mit meiner Frau zum Stillen wach. Weil ich eh in einer Tour wach bin. Kid B ist ohne Pause unruhig, braucht Streicheleinheiten, Schnuller, will auf die jeweils andere Seite gelegt werden, wird wach sobald er auf dem Bauch liegt. Ach und Kid A weint zwischendurch auch.

5:22 Uhr: Kein weiteres Protokoll der Nacht. Stehe mit Kid B endgültig auf (oh, volle Windel!), hatte zwischendurch Fieberträume über einen Hauskauf. So fühlen sich also die Nächte an, von denen meine Frau morgens sagt, sie hätte praktisch gar nicht geschlafen.

6:30 Uhr: Kid B schläft in Trage. Einer muss sich ja von dieser Nacht erholen.

7:30 Uhr: Sie: „Na, wie viele Nächte?“ Ich: „Ich beschwere mich nicht!“ Sie: „Du warst schon nachts genervt und beim Aufstehen, das bist Du sonst nicht! Ich sag’s Dir, es fängt jetzt langsam an!“

Nacht 5:

22:37 Uhr: Alle liegen im Familienzimmer, die Kinder husten. Es geht doch noch schlimmer als die Nacht davor. Bin gar nicht erst eingeschlafen. Liege nachts nur wach, Kid B hingegen wollte nämlich gar nicht liegen wegen Erkältung. Nur bewegt und gejammert. Ich raus mit ihm, wickeln, ewig schunkeln, bestimmt bis 3 Uhr. Vorher waren er und ich einmal kurz im Familienbett eingeschlafen, bis meine Frau über den offenbar trotzdem unruhigen Wicht sagte: „Ich kann mich jetzt nicht ewig kümmern!“ Ich mache also weiter. Bin sehr müde und sehr angespannt. Habe keine Zeit und Nerven für ein Live-Protokoll von diesem Scheiß. Hochhaltend ist Kid B irgendwann eingeschlafen, wird immer wieder wach. Irgendwann legen wir uns auf die enge Kinderzimmermatratze, dösen für ein bis zwei Stunden. Zum stillen wieder rüber, ich sofort die Augen zu und NICHT dabei sitzen geblieben. Hilft aber nichts: Kid B pennt auch danach nicht wieder ein, ich also wieder raus mit ihm. Nächster Matratzenversuch, es ist bereits 5:30 Uhr. Meine Frau und Kid A kommen gegen 7 Uhr zu uns, sie übernimmt. Ich soll nochmal für ‚ne Stunde ins Bett, alleine, nehme dankend an.

Später gebe ich zu, wie hart diese Nacht war. Mein Frau lacht nur müde und sagt: „So, und jetzt fünf Monate am Stück!“

Ich: „Aber Du warst nicht immer mit ihm in einer Tour derart lange und oft wach und liefst rum und er jammerte und und und und überhaupt!“

Sie: „Fang‘ bloß nicht an, das zu vergleichen!“

Mittags erreicht mich im Büro eine Frage via „Whatsapp“, die kranken Kinder schlafen gerade: „Auf einer Schrecklichkeitsskala von 0-10, wo lag die letzte Nacht für dich?
Nur um ein Gefühl tu kriegen.“ Kann mich an meine Antwort nicht erinnern.

Nacht 6:

3:01 Uhr: Überlege kurz, die Kinderwäsche wegzubügeln. Laufe mit Kid B in Trage seit 20 Minuten hin und her, er ist erst wieder eingeschlafen, als ich seine Hand hielt. Summe „Stand By Me“ vor mir her, immerhin. Warum kennt man eigentlich Tausende Lieder, wenn einem abends doch nur die immer fünf gleichen einfallen?

Die aktuellen Top 10 der Einschlaflieder im Hause NKATB:

  1. „La Le Lu“
  2. „Twinkle Twinkle“
  3. „Guten Abend, gute Nacht“
  4. „Schlaf, Kindchen, schlaf“
  5. „Schwappdabadabidu (und ganz doll mich)“
  6. „74-75“ von The Connells
  7. „Angels“ von Robbie Williams
  8. „Snowflake, Snowflake“
  9. „I Would Do Anything For Love“ von Meat Loaf
  10. „Like A Prayer“ von Madonna“

Und so weiter.

Zum Tag: Kid B war heute richtig krank und nur müde, während wir uns zwei Häuser anguckten. Kid A kotzte auf dem Hinweg ins Auto, die Aktion von Vornherein verdammt. Abends nahm ich Kid B in die Trage und legten ihn gegen…

21 Uhr: … ins Bett, Kid A und mich hinterher. Kid B schlief sogar etwas, mit seiner Mutter kehrte aber auch seine Unruhe ein. Warum? Ob er ihre Milch oder sie überhaupt riecht? Nachts davor war er ja auch zweimal kurz ruhig – als ich mit ihm allein im Kinderzimmer lag, für je 1-2 Stunden. Das probiere ich jetzt gleich wieder, statt zu bügeln. Und befürchte, dass er wach wird, sobald ich ihn wieder aus der Trage ablege.

Wurde er nicht.

Nacht 7:

18:41 Uhr: Bügele den ganzen Wäschehaufen weg. Muss mich ja mal nützlich machen. Kid B vor mir in Trage. Gewöhn‘ Dich bloß nicht daran, das machen wir nur weil Du krank bist! Eine Stunde später lege ich ihn ins Bett, er bleibt überraschend ruhig. Selten geworden: Wir gucken sogar wieder „Tatort“(mit Tukur)! Wow. Kid B wird erst wach, als ich misstrauisch nachsehe, ob er noch da ist und atmet. Stillen, weitergucken. Kid A wacht kurz auf: Er hat geträumt, dass unser „Haus“ kaputt wäre :-(. Frage mich: Schleppen wir ihn zu zu vielen Haus- und Wohnungsbesichtigungen oder schaut und liest er zu viel „Feuerwehrmann Sam“?

22:46 Uhr: Alle im gleichen Bett. Auf eine ruhige Nacht!

23:58 Uhr: ES schläft trotz stillen nicht wieder ein. Erst war er angeblich kalt, dann warm. Fieber? Ja, und Stuhlgang. Wickeln. Einschlafen auf meinem Arm mit Kopf auf meiner Schulter. Weglegen? Vergiss es, Fabian.

0:48 Uhr: Wir liegen beide auf der Matratze, nachdem er das erste Fieberzäpfchen wieder abstieß auskackte. Nach dem nächsten ist er heulend eingepennt. Und ich hier neben ihm gleich auch, hoffentlich. Der Abend fing ja auch zu ruhig an! Nebenan hustet derweil Kid A.

4:19 Uhr: Kid B wacht auf, heult, hat Hunger. Rüber zum Stillen. Moment: Waren das gerade drei Stunden Schlaf? Fühlt sich leider nicht so an.

4:32 Uhr: Liegen wieder in Kinderzimmer. Er schläft. „Aber schnell wiederkommen, seine Bar läuft sonst aus!“, sagt meine Frau – stillende Mütter, wissen, wovon die Rede ist (Stichwort: mehr Nachfrage steigert das Angebot). Ich wiederum hoffe auf Schlaf bis 8 Uhr.

5:13 Uhr: Nächste Sitzung. Kid B kann kaum trinken, weil erkältet. Aber sich und mich beim Wickeln anpullern, das kann er. Um 5:31 Uhr schläft er wieder.

5:58 Uhr: Er schläft nur auf meinem Arm und wollte nicht mehr liegen. ABER ICH, VERDAMMT! Lege ihn irgendwann wieder ab, bis…

6:45 Uhr: Stehe wieder, er schläft auf meiner Schulter. Hin und her. Hin und her.

„Bist Du heute Nacht ja wieder gut unterwegs gewesen, ne?“, stellt meine Frau fest. Joa, bin ich. Aber: Eigentlich nehme ich ihr gerade nur ab, was sonst gar nicht anfällt. Die Extra-Action wegen seiner Krankheit. Das Stillen macht sie ja, zwangsläufig, trotzdem wie in jeder Nacht. Halt mal mehr, mal weniger.

Nacht 8:

Oh. Halbzeit! Ja, ich bin sehr müde. Wie viel müder als vorher, das weiß ich nicht. Diese Aktion hier läuft nicht wie geplant: Ich stelle mir nicht alle zwei Stunden den Wecker und werde aus Prinzip wach. Ich werde wach, weil es wirklich nötig ist. Und muss sagen: Eigentlich viel besser so, wenngleich anstrengender. Wird zumindest nichts daraus, mir nachts für die Wachphasen ein Buch an die Seite zulegen, während Kid A neben mir pennt und nebenan meine Frau und Kid B liegen oder sitzen. Weil ich WIRKLICH zu tun habe.

23:12 Uhr: Alle im Familienbett. Kid B wollte, Überraschung, wieder nur in der Trage einschlafen und selbst das anfangs nicht. Weggelegt hatte ich ihn zur besten Sendezeit um 20:15 Uhr. Eine halbe Stunde später hatte er sich erschrocken, wurde wach und lungerte dann bei uns im Wohnzimmer herum, während wir genervt versuchten Unterlagen für die Finanzberatung herauszusuchen. Irgendwann schlief er vor Erschöpfung auf dem Arm ein. Legte ihn gegen 21:30 Uhr weg, machte den Autokindersitz von der Kotze neulich sauber und terminierte die Waschmaschine auf morgen früh um 5:30 Uhr. Als ob ich da nicht eh wach wäre.

1:05 Uhr: Stillen, schunkeln, Zimmerwechsel, Schlafversuch. Wer auch immer bis hier gelesen hat: Ihr kennt das Spiel jetzt.

2:55 Uhr: Husten, heulen, rüber, stillen , wickeln, schunkeln, hinlegen auf Matratze um 3:13 Uhr. Nächtlich grüßt das Murmeltier.

6:30 Uhr: Haben er und ich bis jetzt geschlafen? Über drei Stunden am Stück? Wow!

Nacht 9:

Irgendetwas stimmt nicht. Dass Kid A in der Regel pennt, wenn er einmal pennt, wissen wir. Seit er zweieinhalb Jahre alt ist, klappt das so. Die Regel von Kid B besagt das Gegenteil: Wenn er einmal pennt, wird er bald immer wieder wach. Heute schläft er seit rund 19 Uhr und um kurz vor 22 Uhr noch immer, als wir ins Bett gehen. Als ob er es gemerkt hätte: Da ist er ja! Und damit ran an die Mutti.

3 Uhr: Bis jetzt ging das stündlich so weiter, war dabei stets halbwach. Dann sagt Mama AB, dass sie das jetzt nicht die ganze Nacht machen kann und ich übernehmen soll. was jetzt, stillen? Wie passend, dass Kid B gerade eh noch wacher als zuvor wird und sich selbst von der Brust nicht mehr beruhigen lässt. Jetzt beginnt sie also, meine nächtliche Wachzeit, die diesmal immerhin nur ca. 30-45 Minuten dauern sollte: zweimal wickeln, schunkeln, Bettzeug holen und, es ist mittlerweile 4 Uhr, ab auf die Matratze im Kinderzimmer. Wir schlafen bis halb 7 (!), und gehen dann rüber zum Rest der Familie. Kid A quatschte seine Frau Mama zu der Zeit schon wieder seit Ewigkeiten voll. Gehe mit ihm frühstücken und Kid B später nachholen, mein Frau lassen wir nach dieser Nacht schlafen, sofern das eben geht mit zwei wachen Kindern in der Wohnung und dünnen Wänden.

9 Uhr: Kid B totmüde dann wieder. Ich hörte kurz zuvor noch den Vorwurf: „Heute Nacht hast Du Dich aber nicht jedesmal mit mir hingesetzt und warst wach!“ Doch, war ich, aber njiht so wie es unser Plan vor zehn Tagen vorsah.

Nacht 10:

23:01 Uhr: Alle im Familienbett, gute Nacht.

00:06 Uhr: Kid B wach, stillen. Liege mit Kopf an Wand gelehnt daneben und tippe dieses für die Außenwelt so belanglose, aber realitätsabbildende Zeug hier. Augen fallen ständig zu. Puh. Und dann? Pennt der Mistkerl nicht ein vom Stillen. Stehe also auf mit ihm. Gucken uns die Wohnung an, sehr interessant. Er meckert schon wenn ich ihn schunkeln will. Zeit für eine neue Windel und Globuli. Danach guckt er noch ewig herum auf meinem Arm, ich schlafe fast im Stehen ein, wie so ein Betrunkener, der ich lange nicht mehr war, schläft aber schließlich, um 00:47 Uhr, ein. Hinlegen, Bettzeug holen, gute Nacht, bis gleich.

2:40 Uhr: Wach, heulen, nicht beruhigen. Also er, nicht ich. Zum Stillen rüber. Liege daneben und sitze nicht, ne. Schläft ein, wieder ins Kinderzimmer um 2:58 Uhr.

5:30 Uhr: Kid B ist wach und heult. Wir zu Mama, Kid A wird davon auch wach, alle wach. Verdrücke mich mit Kid A ins Kinderzimmer, er will lieber lesen oder frühstücken anstatt weiter zu schlafen. Kid B beruhigt sich kaum, ihn bedrückt vermutlich etwas, wenn Ihr wisst was ich meine.

6:40 Uhr: Kid A hockt in der Wanne, Kid B hängt in der Trage bei seiner Mama. Hach ja. #lifewithkids

Nacht 11:

Beide Bengel sind auffallend ruhig. Zwischen 19 und 23 Uhr nur eine Stilleinlage. Nächste Runde um 2:25 Uhr. Ich wach daneben, wie es sich seit 11 Tagen hier bei uns gehört.

3:03 Uhr: Kurz war er eingeschlafen nach dem Stillen, aber nein: Natürlich dreht er sich wieder wild, heult, ist wach. Gehe raus mit ihm, er will sich nicht schunkeln lassen, stelle mich also wieder auf mindestens 30 Minuten wickeln, laufen, singen und so weiter ein. Plötzlich steht meine Frau neben mir. Ich soll ihn ihr geben und ihr ihre Sachen bringen. Auf meine Frage, was das bringt und soll, antwortet sie sauer: „Glaubst Du, ich kann auch nur eine Sekunde schlafen, wenn Du mit ihm hier nebenan bist? Nur eine Sekunde?“ Und so liegt sie plötzlich mit ihm weiterstillend nebenan und ich mit Kid A im Schlafzimmer. Allein im Familienbett, weil er noch in seinem Bett daneben.

4:05 Uhr: Er heult wieder bis nebenan. Nehme ihn ab, schläfere ihn ein, lege mich mit ihm zu Kid A. Um 6 Uhr stehen Kid B und ich auf. Beim Andocken behauptet Mama AB nicht geschlafen zu haben, weil sie nicht taub sei und ihn höre. Dabei hat er doch, glaube ich, zwei Stunden geschlafen gerade! Lege mich 15 Minuten hin und nehme ihn ihr dann wieder ab, sie zu Kid A, Tür zu. Der Kleinere lädt zwei Windeln voll und schläft gegen 6:40 Uhr auf dem Arm wieder ein. Wacht auf beim weglegen, schläft wieder ein beim Schunkeln und Laufen, wacht auf beim Hinlegen, schläft wieder ein auf Arm, ich gebe auf und setze mich immerhin auf die Couch.

7:25 Uhr: Alle schlafen schließlich nochmal, wie es sich anhört, außer Papa.

Nacht 12:

3:53 Uhr: Nach zu vielen wachen Stunden für alle im Familienbett stehe ich nun mit Kid B in der Trage im Kinderzimmer, Kid A liegt auf der Matratze. Kid B hat wohl wieder Verstopfungen und heult nur rum. Also hat Kid A immer mit aufgeheult und kletterte herum. Schunkeln und rausgehen darf ich mit Kid B nicht mehr, weil ihn das nun auch nicht mehr beruhigte. Keine Nachtruhe für Niemand.

Irgendwann, vielleicht zwischen 4 und 5:30 Uhr, liege ich zwischen beiden und zwischen den Matratzen da. Das war der Schlaf. Dann Kid B wieder rüber, bei seiner Mama pennt er nicht mehr ein, ich döste in der Zeit zehn Minuten bei Kid A. Dann heult der eine auf, der andere wird wach, guten Morgen.

Den Rest kriege ich später nicht mehr zusammen, nur dass das alles gar nicht ging.

Sie: „Haben wir heute die Nacht durchgemacht?“

Ich: „Ja, haben wir. Mindestens gefühlt.“ One of the worst nights ever.

Nacht 13:

Tagsüber stemmen wir drei Wohnungbesichtigungen, Kid B pennte zwischendurch bei mir in Trage. Abends schläft Kid A im Kinderbett ein, sein kleiner Bruder in der Trage bei meiner Frau. Hole Döner. Kid B weglegen? Fehlanzeige, wird wach, wie immer. Pardon, aber: Er kackert, während wir Döner essen. Hauptsache, er kackert! Danach nächste Einschlafrunde.

21:17 Uhr: Kid B erschreckt sich, wird gestillt, pennt weiter. Lege mich dazu. Kid A, der Schokoesser, ist erkältet und unruhig. Bitte, bitte lasst diese Nacht ruhig werden. Bitte.

Morgen sind die zwei Wochen rum. Es lief anders als gedacht, aber nicht entspannter für mich. Ich befürchte eh, dass ich schön weitermachen soll, wenn Kid B wieder gesund ist und ich mich nicht wieder auf die relativ faule Haut legen kann. Sie stemmt das nachts ja auch schon seit Monaten. Und sie hat recht.

1 Uhr: Kid B lässt sich durch Schnuller und streicheln immer wieder beruhigen und schläft ein, statt laut zu werden. Das hatte ich so lange nicht mehr und find’s gut, kann dadurch auch schlafen. Meine Frau nich, weil Kid A noch auf der anderen Seite schnarcht, sie will ins Wohnzimmer wechseln. Stattdessen gehe ich mit Kid B nach der Stillung ins Hochbett im Kinderzimmer. Und siehe da: Er schläft bis ca. 3 Uhr, ist kurz wach und schläft wieder ein bis 4:30 Uhr! Es sind die kleinen Dinge, die Eltern noch freuen können. Und ärgern.

5:01 Uhr: Nach zwei erfolglosen Weglegversuchen nun wieder zu zweit im Hochbett.

Nacht 14, Finale:

03:0 Uhr: Keine nennenswerten Vorkommnisse. Liege nun mit Kid B im Kinderzimmer, nach ca. 45 Minuten wickeln, Zäpfchen, schunkeln. Hat relativ ruhig geschlafen bis dahin, aber dann drückte was. Alle sind erkältet, Nasen laufen, Baby noch nicht.

Morgen sind die zwei Wochen rum, sagte ich heute möglichst emotionslos zu meiner Frau. Sie fragte nach meinem Fazit. Antwortete wahrheitsgemäß, dass Kid B ja nun krank war und ich, nein, wir deshalb eh öfter und länger wach waren, und dass eine Nacht wie die letzte mit längeren Schlafphasen und einem Baby, das sich schnell wieder beruhigen lässt und einschläft, ja, dass so eine Nacht zwischendurch schon mal gut tue, dass ich grundsätzlich schon sehr müde sei, aber nicht soviel krass müder als vorher, da war ich nachts ja auch wach, ist ja nicht so, als habe ich vorher gemütlich durchgeschlafen, aber ein bisschen mehr wohl schon, mit ruhigem Kid A im Kinderzimmer, doch, das mag stimmen.

Sie erinnert mich daran, dass es ja nicht alleine die Nächte seien, die so fertig machten, sondern dazu die Tage, an denen sie keine freie Minute habe, nicht mal kurz mit der U-Bahn ins Büro fahren oder sonst was alleine machen könne, nicht mal auf Toilette. Ihre einzige Aufgabe: Kind tragen, stillen und bespaßen, und das nach solchen Nächten. Das mache einen zum Zombie. Befürchte fast, dass sie mir das als nächsten Selbstversuch, als Erweiterung vorschlägt. Tatsächlich dachte ich heute, als er zwei Stunden in der Trage schlief und danach eine Banane verdrückte, noch selbst daran, dass mir das auch „mal“ Spaß machen würde, mich auch tagsüber alleine um Kid B zu kümmern. Einfach weil es jetzt wegen Stillen noch nicht geht, aber bald gehen wird. Denn ja: Ich hatte bereits drei Monate Elternzeit und seitdem Teilzeit für sechs weitere Monate, auch bei Kid A war ich länger zuhause, selbstverständlich. Aber nie so ganz alleine – meine Frau war immer da und wir halfen uns gegenseitig. Sie aber hat tagsüber niemanden, der ihr „mal kurz“ das Kind abnehmen kann, wenn es mal gar nicht mehr geht. Soviel zum Thema Gleichberechtigung und dass man sich als Eltern alles teilt. Eine Lüge, denn: Das meiste, so weiß ich auch von Freunden, bleibt (anfangs) doch an der Frau hängen. Ob es nun die Natur so will, die Frau, der Mann, beide oder die Gesellschaft. Es ist so.

5:20 Uhr: Kid B weint, zu Mama essen und trinken, zurück ins Kinderzimmer. Schläft, wird wach, schläft aber immerhin selbst wieder ein, weil ich zu müde zum Reagieren bin. Er kaut sogar auf meinen Fingernägeln, soweit ist es schon! Und schläft aber, wow, bis 7:50 Uhr.

Sie: „Und? War ‚ne gute Nacht, oder?“ Ja, war sie. Dass man sich über drei Stunden durchgehenden Schlaf so freuen kann. Traurig und verständlich.

Nacht 15:

00:29 Uhr: Vor lauter husten und Schleim konnte Kid B schon wieder kaum schlafen und wir gar nicht. Heiß wurde er auch. Wickeln und diverse Zäpfchenversuche. Er beruhigt sich schließlich und schläft auf meinem Arm ein, wir nu wieder auf Matratze. The Krankheit is back!

Nacht 16:

22:56 Uhr: Liege zum offiziellen Abschluss meinen Jenke-Experiments wieder mit Kid A im Kinderzimmer. Ohne Wecker, aber psst! Wie zu Beginn und wie monatelang davor. Ist schön, ihn gleich neben mir zu haben. Aber noch schöner war es im Familienbett mit allen. Trotz Schlafmangel. Trotz Krankheiten. Trotz Stress. Wirklich.

3:29 Uhr: Nehme das eben getippte zurück. Trage den erkälteten Kid B seit bald zwei Stunden herum, weil er sich nicht weglegen lässt und das Fieber nicht herunter geht. Will nur noch schlafen. Jetzt krieg‘ ich auch noch Hunger.

Um 4 Uhr habe ich das Wiesel weggelegt zu seiner Mama, Kid A und ich haben bis 7:45 Uhr geschlafen. Und die anderen beiden? Sitzen halbschlafend im Bett :-(.

– TO BE CONTINUED –

Und wenn wir nicht gestorben sind, schlagen wir uns noch heute, ein Jahr später, die ein oder andere Nacht um die Ohren. Nicht mehr stillend und seltener so krass wie früher, aber irgendwas ist ja immer. Eltern kennen das. Und werdende Eltern, die bis hierher gelesen haben, lassen sich bitte nicht verunsichern. Ihr schafft das auch, Ihr habt ja keine Wahl ;-).

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